5. Nov, 2018

Gute Mütter schaffen Vertrauen

Das Verhalten der Mutter hat Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung und diejenige des Hormonsystems von Jungtieren. 
Meany et al konnten durch zusammentragen von Befunden zeigen: Dass Mütter, welche sich gut und vorbildlich um den Nachwuchs kümmern in dem sie ihn
- selten alleine lassen
- Welpen belecken und putzen
- Welpen nach ihrer Rückkehr ins Nest durch putzen aufwärmen
einen positiven und stimulierenden Einfluss auf die Entwicklung für das "Vertrauenshormon" Oxytocin notwendigen Rezeptoren im Gehirn. Gleichzeitig werden die Zentren, welche für den Start von Stressreaktionen verantwortlich sind (CRF-Zellen) in ihrer Ausbildung und Zellteilung unterdrückt.

Stressanfällige Mütter, schlechte Futterbedingungen und andere Gefahren welche von der Betreuung der Kätzchen ablenken, also dafür sorgen dass sich die Mutter nicht so sehr um die Jungen kümmert und sie oft allein lässt führt dazu, dass sich die CRF-Zellen stärker teilen und dagegen die Oxytozin-Rezeptoren verringert werden.

Jungtiere aus solchen Würfen sind lebenslang im Gehirn vorprogrammiert auf
- erhöhte Stressanfälligkeit
- geringere soziale Bindungsfähigkeit
- höhere Anfälligkeit auf Parasiten, Infektionen, Krankheiten, Tumore

Dazu gibt es auch Befunde aus der menschlichen Sozialwissenschaft. Dass es auch für Hunde gilt hat 2016 Pernilla Foyer bestätigen können.