26. Dez, 2016

Die Beute

Alles was kriecht und fliegt wird von den Katzen gefangen, seien dies Mücken, Blindschleichen, Mäuse, Würmer, Käfer, Kaninchen usw. Bevorzugt werden jedoch Mäuse und Ratten.

Katzen, die Mäuse und Ratten fangen, gelten in der Regel als nützlich. Jagt eine Katze Vögel oder Niederwild, wird dies als negativ und schädlich gewertet. Diesen Unterschied kennt die Katze nicht. Sie richtet sich nach dem Angebot.  

Eine erwachsene Katze braucht je nach Temperament und Aktivität 150-200 g Maus pro Tag. Die Standardmaus wiegt nur dürftige 20 g. Um satt zu werden müsste der Haustiger folglich 8-12 Nager zur Strecke bringen – eine pure Illusion in Zeiten bereinigter Vorgärten.

Mit der Hatz aufs Fertigfutter im Napf wird sie da schon glücklicher. Um den Jagdtrieb abreagieren zu können tut es ja auch eine Spielmaus oder ein sich im Winde bewegendes Zweiglein.

Hat die Katze die Beute gefangen, frisst sie diese in der Regel nicht da wo sie gefangen wurde. Sie trägt ihre Mahlzeit an einen ruhigen Platz wo sie ungestört schmausen kann oder sie bringt den Fang ihren Jungtieren. Manche Katzen „versorgen“ auch ihre Halter mit dieser Nahrung. Schelten Sie Ihr Tier ab solch grosszügigen Geschenken nicht, wie wird es nicht verstehen und sich einen netten Nachbarn suchen, der die Gaben mehr schätzt.

Vögel werden vor dem Verzehr gerupft. Es gibt Wohnungskatzen, die dieses Verhalten leidenschaftlich an Kartonschachteln ausleben und diese ersatzweise zerzausen

© Anita Müller, Dipl. Tierpsychologin ATN, 8497 Fischenthal